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Triathlon Team Ratingen

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Hawaii Ironman World Championship 2017: Mythos Hawaii

Bei unserer Hawaii-“Zuschauerreise“ vor zwei Jahren haben wir uns am Ende gefragt „Lohnt sich der Aufwand? Auf jeden Fall ja, wir werden wiederkommen!“. Nun haben wir es dieses Jahr wahr gemacht und haben die strapaziöse Flugreise ins Triathlon-Paradies wieder auf uns genommen.Traumhafte Sandstrände, Lavawüste, hochaktive Vulkane, Wasserfälle, subtropische Wälder und über 4000 Meter hohe Berge machen den Reiz von Big Island aus, und natürlich nicht zu vergessen einmal im Jahr der Ironman!

Nach meiner Qualifikation beim Ironman 70.3 Hefei im letzten Jahr war die Entscheidung schnell getroffen: wir fliegen alle wieder nach Hawaii! Mir brachte die frühe Qualifikation den Vorteil einer lange planbaren Vorbereitung, die leider schon seit dem Frühjahr dann durch eine langwierige Probleme mit der „ischiokrualen Muskulatur“ einen strukturiertes Lauftraining unmöglich machte. Hinzu kamen dann noch 1,5 Monate vor Hawaii eine Zehenfraktur und ein Tritt in eine Glasscherbe. So galt es also nur noch, einigermaßen fit an den Start zu kommen, die Ziele etwas niedriger zu hängen und zu finishen.

Und ja, das war ein harter und langer Tag. Beim Schwimmen lief es besser als erwartet. Im Meerwasser hatte ich dieses Jahr häufig trainiert und das Gerangel im Wasser war harmloser als bei manchem Ligawettkampf (Zeit 1:10 statt geplanter 1:15 h).

Das Radfahren begann locker mit Rückenwind, aber sollte immer härter werden, als der Gegenwind und die Anstiege kamen. Beim Rückweg von Wendepunkt in Hawi wurde es sehr heiß, wobei besonders die Hitzestrahlung des Asphalts sehr unangenehm war. Leichte Schwindelgefühle ließen bei mir kurzzeitig die Angst eines DNF aufkommen. Im Gegensatz zu den schnelleren Gruppen vor mir war ich dann auch mit mir und den Gedanken zeitweise allein. Rückenschmerzen (ja, nicht nur der Frodo kennt so etwas!) sorgten dafür, dass ich die Aeroposition ab 140 km immer häufiger aufgeben musste. Im Radziel hatte ich aber meine Marschroute von 6 Stunden ziemlich genau erreicht (6:03 h).

Danach hatte ich aber nicht wirklich mehr Lust auf Sport im Freien, so dass ich mich nach einem bewusst langsamen Wechsel auf die Laufstrecke zwingen musste. Wobei ich zunächst bei den Anstiegen an der Palani Road und auf dem Alii Drive hauptsächlich ging und nur auf den Bergabstücken etwas lief. Mittlerweile hatte ich mich fast darauf eingestellt, den Rest der Strecke zu gehen. Aber der Gedanke an eine sechsstündige Wanderung gab auch keine Motivationsschübe. Der Zuruf einer Zuschauerin („find your rhythm“) brachte mich auf die rettende Idee. Statt Patrick Lange nachzueifern, also ein 5:00 min/km Lauftempo anzustreben und nach 500 m wieder eine Gehpause einzulegen, versuchte ich es mit einem kläglichen 6:15 min/km Tempo. Aber, es klappte, ich wurde auf der zweiten Marathonhälfte deutlich schneller, die letzten km auch wieder mit einem Sub-6min-Tempo pro km und ich konnte den Zieleinlauf wirklich genießen. Der letzte km auf dem Alii Drive war das GRÖSSTE, alle Zuschauer jubeln dem einzelnen Athleten mit Namen und Abklatschen (das habe ich woanders – auch in Roth- noch nicht so erlebt), und natürlich Mike Reilly („Burkhard, your are an Ironman“, wenn er das sagt, glaube ich ihm das gerne). Am Ende hat es mit unter 12 h nicht geklappt, aber 12:56 h klingt nicht viel schlechter. Fazit: Ein einmaliges Erlebnis, eine tolle Organisation und klasse Volunteers. Daher nochmals Mahalo an an alle fürs Daumendrücken, für die Unterstützung und den Support an der Strecke (insbesondere an Stefanie, Morten, Valentin und Lukas) und natürlich an meine Familie für das Verständnis in den zurückliegenden trainingsreichen Monaten. Auf der langen Heimreise kam dann doch noch die Frage auf: War das nun unsere letzte Hawaii-Reise? Naja, unter 12 Stunden sollte das doch zu schaffen sein …

B.S.

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